NachrichtenRechnerFallbeispiele
← Zur Portalübersicht

ERKLÄRSTÜCK

Kühlschrank: Größe, Temperatur und Nutzung beeinflussen den Verbrauch

Der Stromverbrauch steigt mit dem Gerätevolumen und einer niedrigeren Temperatureinstellung. Auch Standort und Nutzung spielen eine Rolle. Energielabel und Ausstattungsmerkmale geben weitere Anhaltspunkte für den Vergleich von Kühlschränken und Kühl-Gefrierkombinationen.

Eigenstromkompass · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert

Gerätegröße und Energielabel beim Vergleich

Der Stromverbrauch hängt laut Verbraucherzentrale sowohl vom Volumen als auch von der eingestellten Temperatur ab. 100 Liter zusätzliches Volumen erhöhen den Verbrauch um 20 Prozent. Deshalb sollte die Größe zum Haushalt passen: Für ein bis zwei Personen reichen in der Regel 100 bis 150 Liter Nutzinhalt; für jede weitere Person können Haushalte mit 50 Litern rechnen. Ein sparsamer Kühlschrank der Effizienzklasse D mit rund 150 Litern sollte höchstens 90 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen. Beim Vergleich von Neugeräten zeigt das EU-Energielabel unter anderem die Effizienzklasse, den Jahresverbrauch und das Volumen von Kühl- und Gefrierbereich. So lassen sich Gerätegröße und angegebener Verbrauch gemeinsam betrachten.

Temperatureinstellung und tatsächliche Kühlung

Für die oberste Ebene nennt die Quelle 7 °C als optimale Kühlschranktemperatur. Bei Kühlschränken ohne Gefrierfach erhöht jedes Grad weniger den Stromverbrauch um circa 6 Prozent. Ein Kühlschrank-Thermometer kann dabei helfen, die Temperatur im oberen Fach zu kontrollieren. Die Verbraucherzentrale weist außerdem darauf hin, dass 7 °C ausreichen, damit gekühlte Lebensmittel bis zum angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum frisch bleiben. Die Angabe zum Mehrverbrauch pro Grad bezieht sich auf Geräte ohne Gefrierfach; sie ist kein allgemeiner Prozentwert für alle Kühlgeräte.

Standort und Alltag beeinflussen den Betrieb

Kühl- und Gefrierkombinationen verbrauchen weniger Strom, wenn sie an einem kühlen Platz stehen. Sonne, unmittelbare Nähe zum Herd oder ein Standort neben der Heizung sind laut Quelle ungeeignet. Auch der Umgang mit dem Gerät wirkt sich aus: Ein Kühlschrank verbraucht umso weniger Energie, je voller er befüllt ist. Lebensmittel sollten möglichst kühl hineinkommen; warme Speisen sollen erst abkühlen. Beim Befüllen ist es außerdem besser, die Tür einmal zu öffnen, statt sie während des Einräumens häufig auf und zu zu machen. Diese Hinweise betreffen Standort und alltägliche Nutzung des Geräts.

Kühlzonen und Zusatzausstattung

Mehrzonen-Kühlschränke bieten Fächer mit getrennt einstellbaren Temperaturen und zum Teil unterschiedlicher Luftfeuchte. Ihre Kaltlagerzonen erreichen niedrigere Temperaturen als die empfohlenen 7 °C; solche Geräte benötigen deshalb einige Kilowattstunden mehr als herkömmliche Kühlschränke. Bei Kühl-Gefrierkombinationen verfügen Standardmodelle über einen Kühlkreislauf. Zwei Regelkreise erlauben es, Kühl- und Gefrierteil bedarfsgerecht einzustellen. Bei längerer Abwesenheit kann der Kühlteil ausgeschaltet bleiben, während der Gefrierteil weiterarbeitet. No-Frost-Technik verteilt Feuchtigkeit durch umgewälzte Luft und filtert sie aus dem Innenraum. Sie verhindert Eis an den Innenwänden und erspart das Abtauen; Geräte mit No Frost haben jedoch höhere Anschaffungs- und Stromkosten.

Quellen

Verbraucherzentrale ↗ · abgerufen 2026-10-06

So prüfen wir Meldungen · Keine eigenen Produkttests.