ERKLÄRSTÜCK
Low Frost und No Frost: Weniger Eis, mehr Strom?
Low Frost begrenzt bei Tiefkühltruhen den Feuchteeintrag und verringert die Eisbildung. No Frost führt Feuchtigkeit aus dem Gefrierraum ab und erspart regelmäßiges Abtauen, hat laut Verbraucherzentrale aber höhere Stromkosten als Geräte ohne diese Funktion. Eisschichten können den Verbrauch erhöhen; standardisierte Messwerte hängen im Haushalt auch von Nutzung und Standort ab.
Eigenstromkompass · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert
Wie Low Frost die Eisbildung bremst
Bei Tiefkühltruhen mit Low-Frost-Technik zirkuliert trockene, kalte Luft zwischen dem Innenraum und dem Airbag an der Geräterückseite. Zugleich gelangt nur ein Minimum an feuchter Luft über die Deckeldichtung hinein. Die Verbraucherzentrale beziffert die Verringerung von Eis und Reif auf circa 80 Prozent. Das ist eine verringerte Bildung, keine vollständige Verhinderung: Die Quelle sagt, dass solche Truhen seltener abgetaut werden müssen. Der zusätzliche Stromverbrauch der Low-Frost-Technik gilt dort als vernachlässigbar.
No Frost führt Feuchtigkeit ab
Bei Gefrierschränken mit No-Frost-Funktion wälzt ein Ventilator die kalte Luft um. Die Luftfeuchtigkeit wird dabei kontinuierlich aus dem Gefrierraum abgeleitet; so entsteht im Innenraum kein Reif und regelmäßiges Abtauen erübrigt sich. Für No-Frost-Geräte nennt die Verbraucherzentrale höhere Anschaffungs- und Stromkosten als für Gefriergeräte ohne diese Funktion. Weniger Abtauarbeit ist folglich kein Hinweis darauf, dass das Gerät insgesamt weniger Strom braucht. Die Quelle nennt zugleich bei Low Frost einen zu vernachlässigenden zusätzlichen Stromverbrauch. Die beiden Techniken unterscheiden sich somit in der Art, wie sie mit Feuchte und Reif umgehen, und im ausgewiesenen Stromaufwand.
Eis, Prüfwerte und der eigene Betrieb
Eine Eisschicht hat eine eigene Wirkung auf den Verbrauch: Schon ein Zentimeter Eis kann ihn laut Verbraucherzentrale um 10 bis 15 Prozent erhöhen. Die Quelle rät, abzutauen, sobald eine Eisschicht sichtbar ist. Für den Gerätevergleich werden Verbrauchsdaten unter standardisierten Testbedingungen ermittelt. Das Energielabel weist den Jahresverbrauch in Kilowattstunden aus. Ob im Haushalt dieselben Werte erreicht werden, hängt laut Quelle davon ab, wie intensiv das Gerät genutzt wird und wo es steht. Abtauaufwand und Strombedarf sind daher verschiedene Vergleichsgrößen: Einer betrifft die nötige Pflege, der andere den Energieverbrauch, der im Haushalt außerdem von Nutzung und Standort beeinflusst wird.
Quellen
Verbraucherzentrale ↗ · abgerufen 2026-10-06
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