ERKLÄRSTÜCK
Wärmepumpennamen: Wärmequelle und Wärmeweg
Die Namensbestandteile geben meist Hinweise auf Wärmequelle und Abgabemedium. Bei Sole-Wasser ist Sole das Transportmedium, während die Wärme aus dem Erdreich stammt. Luft-, Erdreich- und Grundwassersysteme unterscheiden sich außerdem im Wärmeweg und in den Quellentemperaturen.
Eigenstromkompass · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert
Der Name beschreibt Quelle und Wärmeweg
Die Bezeichnungen ordnen Wärmepumpen nach Wärmequelle und dem Medium, an das sie Wärme abgeben. Meist lässt sich deshalb der erste Teil als Hinweis auf die Quelle und der zweite als Hinweis auf den Wärmeweg lesen. Sole-Wasser ist die wichtige Einschränkung: Sole meint dort das Wasser-Frostschutz-Gemisch im Kreislauf; die gewonnene Umweltwärme stammt aus dem Erdreich. Bei Luft-Wasser nutzt die Anlage Außenluft und überträgt die Wärme auf Heizungswasser. Ein Ventilator führt die Luft am Verdampfer vorbei, wo das Kältemittel Wärme aufnimmt. Sinkt die Außentemperatur stark, nimmt die Effizienz dieser Außenluft-Ausführung ab. Der Name zeigt also die grobe technische Zuordnung, beschreibt aber nicht jede Ausführung vollständig.
Erdreich und Grundwasser nutzen verschiedene Kreisläufe
Bei Sole-Wasser zirkuliert das Gemisch durch Erdkollektoren oder Erdsonden: Kollektoren liegen waagerecht ungefähr 1,2 bis 1,5 Meter tief, Sonden reichen senkrecht bis zu 100 Meter in den Boden. Das Erdreich hat ganzjährig relativ konstante 7 bis 13 Grad Celsius. Kollektoren beanspruchen eine ausreichend große, unversiegelte Fläche; Sonden benötigen Bohrungen und eine behördliche Genehmigung. Wasser-Wasser erschließt dagegen das Grundwasser. Ein Förderbrunnen leitet es zur Wärmepumpe, ein Schluckbrunnen führt das abgekühlte Wasser zurück. Für Grundwasser nennt die Quelle ganzjährig 8 bis 12 Grad Celsius. Die Temperaturbereiche beschreiben die jeweilige Wärmequelle; Solekreislauf und Brunnen führen diese Wärme auf unterschiedlichen Wegen zur Wärmepumpe.
Luft-Luft gibt Wärme direkt an den Raum ab
Luft-Luft bezeichnet einen anderen Weg der Wärmeabgabe. Die Außeneinheit entzieht der Umgebungsluft Wärme, Innengeräte geben sie direkt an die Raumluft ab. Ein wasserführendes Heizsystem ist dafür nicht erforderlich. Hier steht der zweite Namensbestandteil für Raumluft; die Wärmequelle bleibt Außenluft. Luft-Luft-Geräte können keine Warmwasserbereitung übernehmen und arbeiten bei sehr niedrigen Temperaturen weniger effizient. Die Quelle beschreibt sie als Klimasplitgeräte für den Heizbetrieb im Winter; häufig können sie im Sommer auch aktiv kühlen. Bei Luft-Luft ist Luft sowohl Quelle als auch Zielmedium, bei Luft-Wasser wird Außenluftwärme an Heizungswasser übertragen. Aus der Bezeichnung allein folgt nicht, ob ein System zusätzlich Trinkwasser erwärmt.
Quellen
Verbraucherzentrale ↗ · abgerufen 2026-10-03
So prüfen wir Meldungen · Keine eigenen Produkttests.